Bernhard Schreiner
© Foto: Orban 2017
Findet in Bockenheim statt
Do 26. März, 19:00 Uhr

Gummibaum (für Thomas Bayrle)

Gummibaum (für Thomas Bayrle) hat seine Wurzeln in der langjährigen Zusammenarbeit von Thomas Bayrle und Bernhard Schreiner. Bekannt unter anderem für seine Klang-Experimente, arbeitete Schreiner intensiv an den kinetischen Motor-Skulpturern von Bayrle, bei denen sie Motoren von Autos, Motorrädern und sogar Flugzeugen quer durch die Zylinder aufschnitten, um die Bewegungen der Kolben sichtbar zu machen und deren Geräusche zusammen mit beispielsweise Aufnahmen von Rosenkranz betenden Menschen zu mischen. Der Gummibaum ist zudem an einen Schwarzweiß-Film (16mm, 1993/94) von Bayrle adressiert, der aus der Vogelperspektive aufgenommene Massen spazierender Menschen auf die Blätter der Pflanze verteilt.

Bernhard Schreiners Performance basiert auf Signalen, die durch Aktivitäten im Gummibaum, von diesem selbst erzeugt werden. Diese minimalen Schwankungen des gemessenen Widerstands im induzierten elektrischen Feld (galvanic response) werden in einem modularen Synthesizer live verarbeitet und bearbeitet. Der Feuchtigkeitsgehalt in der Pflanze, Licht, Umwelteinflüsse, der Zufall, die Art der Verschaltung des Synthesizer-Systems sowie seine Live vorgenommenen Einmischungen in dieses System sind gleichermaßen relevant für den Output der Klang-Performance.

Wann
Donnerstag, 26. März, 19:00 Uhr

Ort
Gabriel-Riesser-Weg 3, Frankfurt am Main

Treffpunkt
In der Ausstellung

Sprache
Deutsch

Dauer
60 Minuten

Bernhard Schreiner (geb. 1971 in Mödling, Österreich) absolvierte sein Studium der bildenden Kunst überwiegend in der Filmklasse von Peter Kubelka an der Städelschule in Frankfurt am Main. Bis heute lebt er dort und arbeitet in unterschiedlichsten Medien (Sound, Keramik, Fotografie/Drucktechniken, Film/Video, …) die meist in raumgreifenden Installation zusammenfinden.